Themenportale 2016

Beschreibung der Themenportale 2016

Portal A: Doppelter Erstspracherwerb
Weltweit sind Zwei- und Mehrsprachigkeit Normalität. Mittlerweile gilt es als wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder mit mehr als einer Sprache erfolgreich aufwachsen können, wenn dabei bestimmte Rahmenbedingungen und Erziehungsprinzipien berücksichtigt werden. Das Themenportal widmet sich dem simultanen Bilinguismus, einem Kontext, in dem Kinder (z. B. aus binationalen Familien) von Anfang an zwei Sprachen erwerben. In den Vorträgen und Workshops wird aufgezeigt, welche Chancen der Umgang mit mehreren Sprachen bietet und wie mehrsprachige Erziehung im familiären und institutionellen Umfeld praktisch umgesetzt werden kann.        

Portal B: Deutsch als Zweit- und Fremdsprache
Mehrsprachigkeit hat verschiedene Facetten: Neben dem doppelten Erstspracherwerb finden sich heute eine Vielzahl an Szenarien, in denen Kinder – in Abhängigkeit von der jeweiligen Lebenssituation – bereits in jungen Jahren, aber nicht notwendigerweise von Geburt an, mit einer zweiten Sprache konfrontiert sind. Themenportal B fokussiert den (frühen) Zweit- und Fremdspracherwerb im Elementar- und Primarbereich. Hier werden insbesondere didaktische Modellierungen und daraus resultierende Sprachfördermethoden in den Blick genommen. Neben dem Auf- und Ausbau mündlicher Sprachfähigkeiten findet dabei auch die Aneignung von Schrift( lichkeit) in einer Zweitsprache Berücksichtigung.       

Portal C: Didaktische Ansätze im Kontext Neuer Migration
Während die (Zweit- und Fremd-)Spracherwerbsforschung sowie die Sprachförderpraxis in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte erzielt haben, werden Wissenschaftler/innen und Pädagog/innen durch die Zuwanderung von Flüchtlingen mit neuen Lernergruppen und Lernkontexten konfrontiert, für die es zusätzliche didaktische Konzeptionen zu entwickeln gilt. Insofern versteht sich Themenportal C auch als Forum für einen Austausch zwischen Theorie und Praxis: Welche vorhandenen Wissensbestände und Förderkonzeptionen können einen Anknüpfungspunkt für die Sprachvermittlung im Kontext der Neuen Migration bieten? Darüber hinaus werden Perspektiven für die Weiterentwicklung bestehender methodischer Ansätze aufgezeigt.

Portal D: Bewegte Sprache
Das Portal verdeutlicht, dass Sprache und Bewegung sich wechselseitig bedingen. Wir kommunizieren auch nonverbal durch unsere Mimik, Gestik, Körperhaltung und Körperspannung. Damit wird der Körper zum Mittel unserer Ausdrucksfähigkeit und kann auch unsere Befindlichkeit
widerspiegeln. Besonders bei Kindergarten- und Grundschulkindern ist dies noch unverfälscht in ihrer Körpersprache zu beobachten: Sie hüpfen vor Freude. Sie stampfen vor Wut. In den Workshops wird anhand von Bewegungsspielen, praktischer Stundengestaltung für bewegtes Lernen, mit Würfelspielen, Reaktionstests sowie mit der Psychomotorik Anregungen für den Kindergarten- und Schulalltag gegeben.